Was ist die Riester-Rente und was bieten Versicherungen an?
Die Riester-Rente gibt es seit der Einführung des Gesetzes zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung und zur Förderung eines kapitalgedeckten Altersvorsorgevermögens im Jahr 2002. Sie trägt ihren Namen nach dem Initiator, dem ehemaligen Bundesarbeitsminister Walter Riester und soll vor allem durch Steuervergünstigungen die private Altersvorsorge für Angestellte mit geringen oder mittleren Einkommen fördern. Es gibt verschiedene zugelassene Anlageprodukte, die mit staatlichen Zulagen und Steuervorteilen gefördert werden. Zu den geförderten Anlageprodukten gehören: Banksparpläne, Rentenversicherungen, fondgebundene Rentenversicherungen und Fondsparpläne. Die Anlageprodukte müssen bestimmte Vorschriften einhalten, die im Gesetz über die Zertifizierung von Altersvorsorge- und Basisrentenverträgen festgehalten sind. Die Altersvorsorgeverträge müssen von der Zertifizierungsstelle, dem Bundeszentralamt für Steuern, geprüft sein. Es gibt bestimmte Vorschriften in Bezug auf den zulagenberechtigten Personenkreis und auch bestimmte Förderungsbedingungen. Unter anderem sind rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer und Selbstständige wie Handwerker zulagenberechtigt. Die Auszahlung ist nur als Leibrente möglich. Eine 30-prozentige Teilauszahlung ist möglich bei Rentenbeginn. Die Teilauszahlung und die Rentenzahlungen sind voll steuerpflichtig. Jede Sparform muss sehr individuell betrachtet werden. Jede Anlageform hat schon durch das Produkt Vor- und Nachteile. Die Versicherer bieten zahlreiche Finanzprodukte als Riester-Produkte zur Altersvorsorge an, vor allem klassischen Rentenversicherungen und fondgebundene Rentenversicherungen. Bis zu 200 Prozent kann der Staat die Riester-Produkte bezuschussen, ohne dass man ein Verlustrisiko für die Einlagen befürchten muss.
Welche Vorteile bieten Riester-Rentenversicherungen oder fondgebundene Rentenversicherungen?
Fondgebundene Rentenversicherungen bieten sich vor allem für Menschen unter 40 Jahren an, die höhere Renditeerwartungen haben. Man kann hier verschiedene Fonds bis auf Garantiefonds auswählen und auf steigende Finanzmärkte setzen. Vor allem die Kosten für die Versicherungsunternehmen sollten hier genau überprüft werden. Bei diesen Produkten verfließen einerseits die privaten Rentenversicherungen mit Fondsparplänen. Die Fonds investieren vor allem in Aktien und Anleihen und gewähren im besten Fall hohe Renditen. Das Anlagerisiko liegt allerdings beim Anleger. Die Auswahl des richtigen Fonds ist hier überaus wichtig. Unterschiedliche Regelungen gibt es in Bezug auf die Leistungen im Todesfall während der Ansparphase. Die Riester-Rentenversicherung ist vor allem für konservative Sparer interessant, die über 40 Jahre sind und schon beim Abschluss wissen wollen, was sie in der Rente bekommen. Auf den Sparplan wird eine Mindestrendite vereinbart. Auch hier muss man die Kosten für den Anschluss vergleichen und auch die Vertragspunkte in Bezug auf die Kündigung oder Beitragsreduzierung genau beachten. Steigt man aus den Verträgen aus, kann es teuer werden. Im Internet findet man zahlreiche Tests und Versicherungsvergleiche, ebenso Riester-Rechner.