Was bieten Risikolebensversicherungen und wie werden sie bewertet?
Risikolebensversicherungen dienen alleine der Absicherung der Angehörigen im Todesfall. Sie werden an die im Versicherungsvertrag angegebene Person in einer definierten Summe einmalig ausbezahlt und dienen nicht der Altersvorsorge wie Kapitallebensversicherungen. Die Versicherungssumme kann der Versicherungsnehmer frei wählen und ist abhängig von den Sicherungsszenarien, die persönlich analysiert werden müssen. Gemeinsame Verträge, zum Beispiel mit dem Ehepartner, sind möglich. Die Versicherungssumme wird fällig beim Tod des ersten Versicherungsnehmers. In der Regel ist es sinnvoll, dass jede Person eine einzelne Risikolebensversicherung abschließt, um die Angehörigen abzusichern, vor allem die Kinder. Die Lebensversicherungen berechnen die Beiträge nach den aktuellen Statistiken der Sterblichkeit. Anhand von Sterbetafeln wird der Risikogewinn ermittelt. Sterben statistisch weniger als vorprognostiziert, so können die Versicherungen dies mit den Beiträgen verrechnen oder Bonuszahlungen im „Erfolgsfall“ vereinbaren. Es gibt wesentliche Kriterien bei den Berechnungen der Versicherungsbeiträge. Wesentlich sind zum Beispiel das Geschlecht und das Alter. Gravierend wirkt sich der Gesundheitszustand des Antragsstellers aus. Rauchen, Übergewicht oder schlechte Blutwerte führen zum Beispiel zu Risikozuschlägen. Einfach gesagt, desto jünger und gesünder man ist, desto günstiger wird das Risiko berechnet. Eventuell wirkt sich ein ärztliches Gutachten positiv auf den Risikozuschlag aus. Ärztliche Gutachten sind bei sehr hohen Versicherungssummen üblich.
Wie wirken sich die Risikozuschläge aus?
Neben dem Alter, dem Geschlecht und dem Gesundheitszustand werden auch weitere Risiken eingepreist, zum Beispiel Risikosportarten. Für bestimmte Hobbys wie Motorradfahren bieten einige Versicherer spezifische Produkte an. Wer sich hoch versichern möchte hat mit Risikosportarten ein Problem. Meistens lehnen die Versicherungen dieses Risiko ab. Werden die Beiträge zum Beispiel durch neue medizinische Risikozuschläge erhöht, kann man eventuell beim Versicherer nachfragen und ein ärztliches Attest vorlegen, das bescheinigt, dass die gesundheitlichen Parameter besser geworden sind. Die Risikozuschläge, zum Beispiel für Erkrankungen, müssen die Versicherer in ihren Verträgen ausweisen. Risikolebensversicherungen werden in der Regel mit Jahresbeiträgen berechnet. Möchte man die Versicherung wechseln, muss man einen Monat vor dem Zahlungsintervall kündigen, in der Regel zum Jahresende. Im Internet findet man zahlreiche Tests und Versicherungsvergleiche zu Risikolebensversicherungen. Die Jahresbeiträge gehen gerade bei Risikolebensversicherungen sehr weit auseinander, so dass sich ein Preisvergleich immer lohnt.