Umweltfonds

Was sind geschlossene Umweltfonds und was bieten sie?

Anleger, die umweltfreundliche Energien fördern wollen, sind bei Umweltfonds richtig. Es gibt geschlossene und offene Umweltfonds. Geschlossene Umweltfonds gibt es vor allem in den erneuerbaren Energien: Wasserkraft, Windkraft, Solarenergie, Biomasse und Geothermie. Das Thema Nachhaltigkeit spielt dabei eine besondere Rolle, man spricht deshalb auch von Nachhaltigkeitsfonds (Sustainable Fonds). Geschlossene Umweltfonds werden einmal aufgelegt und wenn das Eigenkapital am Markt generiert wurde, wieder geschlossen. In der Regel werden geschlossene Fonds als GmbH & Co. KG betrieben. Der Anleger wird somit Kommanditist und haftet mit seiner Kommanditeinlage. Der Emittent ist vollhaftender Komplementär und übernimmt die Geschäftsführung. Mit den Anlagen in geschlossene Fonds sind die Anleger an positiven wie negativen Unternehmensereignissen prozentual beteiligt. Es handelt sich somit generell um ein unternehmerisches Handeln mit Chancen und Risiken. Sehr wichtig ist die steuerliche Beratung bei den Investments, die seit 2005 in Deutschland anders besteuert werden. Meistens haben die geschlossenen Umweltfonds Modelle zur steuerfeien Ausschüttung in der ersten Phase zu verzeichnen. Man sollte die steuerlichen Aspekte eventuell mit einem Steuerberater oder Steueranwalt thematisieren. Investments in geschlossene Umweltfonds sind in der Regel mit Mindestbeteiligungen von 5.000 bis 25.000 Euro verbunden und mittelfristige bis langfristige Investments. Solarenergie- und Windkraftfonds sind bei den Anlegern besonders beliebt. Im Kommen ist vor allem die Geothermie oder Erdwärme. Hier kann man über geschlossene und offene Umweltfonds an den positiven Marktentwicklungen teilnehmen.

Was sind offene Umweltfonds und was bieten sie?

Neben den geschlossenen Umweltfonds gibt es eine große Auswahl an offenen Umweltfonds. Hier sind Mindesteinlagen schon ab einer geringeren Summe möglich. Es gibt harte Fakten, wie die Qualität des Fondmanagements und die allgemeine Wirtschaftsentwicklung in der Branche oder auch die vergangene Performance der Fonds, die man beachten sollte. Auch die politischen Rahmenbedingungen bei den nationalen und regionalen Förderungspolitiken in Bezug auf die erneuerbaren Energien sollte man beachten. Desto branchenspezifischer und regionaler die Fonds investieren, desto größer ist tendenziell das Anlagerisiko. Offene Umweltfonds kaufen in der Regel Aktien von Unternehmen, die in diesem Kontext erfolgreich wirtschaften. Die ökologischen und ethischen Faktoren sind in den Verkaufsprospekten aufgeführt. Ein Wertpapierprospekt mit den Inhalten unterliegt in der EU der Prospektverordnung der Europäischen Kommission (EG-Verordnung Nr. 809/2004). Im Internet findet man viele Umweltfonds-Vergleiche, die als erste Informationen genutzt werden können.

Wie kann noch in Umweltfonds investieren?

Im Rahmen der privaten Altersvorsorge, zum Beispiel über Riester- und Rürup-Rentenmodelle, die von Staat subventioniert werden, gibt es Fondsparpläne in diesem Segment ab 50 Euro monatlich. In einen solchen Fall unterstützt der Staat durch seine Zulagen den Bau und Betrieb der erneuerbaren Energieanlagen und der Anleger macht zusätzlich etwas für die private Altersvorsorge.