Viehwirtschaftliche Produkte als Magere Schweine und Schweinebäuche gehören zum Handelssegment der Agrarrohstoffe. Im internationalen Agrarrohstoffmarkt werden sogenannte Magere Schweine und tiefgefrorene Schweinebäuche gehandelt. Schweinbäuche werden zur Verarbeitung von Speckprodukten benötigt. Weltweit größter Schweinefleischproduzent ist China. Schweinefleisch gilt hier als ein Grundnahrungsmittel. Man schätzt heute den Bestand an Schweinen in der Volksrepublik China auf weit über 500 Millionen Tiere. Fast die Hälfte des Welthandels mit lebenden Schweinen macht die Produktion in China aus. Bei den Exporteuren von Schweinefleischprodukten führt die EU vor Nordamerika. Die Länder Japan, USA oder Russland sind die größten Abnehmer von lebenden Schweinen im Welthandel. Im europäischen Handel hatte sich im Jahr 2008 der Export von Schweinen nach Polen durch Deutschland, Dänemark oder den Niederlanden erhöht. Polen ist heute der drittgrößte Schweinhalter in der EU nach Deutschland und Spanien. Beim Handel mit lebenden Schweinen spielen vor allem die Mageren Schweine eine zentrale Rolle. Mageres Schwein bezieht sich begrifflich auf schlachtreife Tiere, die rund nach einem halben Lebensjahr geschlachtet werden und ein Gewicht von bis zu 240 amerikanischen Pfund aufweisen. Die Kontrakte für Mageres Schwein laufen über 40.000 lbs, was in etwa 165 Tieren entspricht. Gehandelt werden die Kontrakte mit lebenden Schweinen über die Chicago Mercantile Exchange (LME). Die Notierungen erfolgen im Handel über US-Cent pro US-Pfund. Es gibt, wie beim Handel mit Mast-und Lebendrind auch, ein Preislimit von zwei Cent im Handelstag, was sich auf die Notierung am Vortag bezieht. Der Preis für Mageres Schwein ist von vielen Faktoren abhängig, unter anderem Seuchten, Epidemien oder den Preisen für Futtermittel. Der Preis für lebende Schweine ging zum Beispiel in China im Jahr 2008 exorbitant nach oben, da der harte Winter die Ernte zerstörte und indirekt auch den Schweinpreis in die Höhe trieb. Vor allem auch Seuchen wie die Maul- und Klauenseuche oder die Blaue-Ohren-Krankheit hatten in den vergangen Jahren für Unruhe in den großen Produktionsländern wie den USA oder China gesorgt und den Preis für Schweinefleisch stark ansteigen lassen. Millionenhafte Notschlachtungen auf Grund von Schweinseuchen können vor allem in China den Welthandel stark beeinflussen.
Der Handel mit Schweinebäuchen, die tiefgefroren gehandelt werden, ist seit den 1980er Jahren stark zurückgegangen. Dies ist vor allem dadurch begründet, das in der westlichen Welt vielmehr auf fettarme Produkte geachtet wird. Schweinbäuche werden vor allem zur Herstellung von Speck gehandelt. Auch in diesem Rohstoffsegment ist der wichtigste Handelsplatz die Chicago Mercantile Exchange (CME), wo die Kontraktgrößen wie bei Mageres Schwein über 40.000 lbs (Umrechnung: lbs x 0,45 = kp/cm²) laufen. Traditionell steigt die Nachfrage nach Schweinefleisch vor allem in den Sommermonaten und der Preis im Frühjahr steigt an. Insgesamt hat sich der Markt an Schweinebäuchen seit dem Jahr 2004 rückläufig entwickelt. Der Preis für Schweinebäuche sank im Jahr 2009 auf eine Rekordtiefmarke von 38,50 US-Cent/pound. Beeinflussen können den Preis für Schweinebäuche auch internationale Importverbote. So ging der Preis für Schweinbäuche im Spätjahr 2009 in die Höhe, als China das Importverbot für amerikanische Schweinebäuche aufheben wollte. Im Oktober 2009 wurde auch das russische Importverbot für US-Schweinebäuche ausgehoben.