Rohstofffonds sind im neuen Jahrtausend immer beliebter geworden, da sie eine hohe Rentabilität hatten. Vor allem die boomten Konjunkturen in bedeutsamen industrialisierten und entwickelnden Ökonomien wie China und Indien oder auch in Tigerstaaten wie Südkorea, Singapur und Taiwan hatte die Nachfragesituation an den internationalen Rohstoffbörsen positiv beeinflusst. Viele Rohstoffe wie Edelmetalle, Industriemetalle oder Agrarrohstoffe haben vor allem durch die Nachfrage in China stark profitiert. Bei Rohstofffonds spricht man auch von Themenfonds, die meist in bestimmte Rohstoffaktien investieren. Solche Rohstofffonds gibt es unter anderem für Erdöl, Erdgas, Edelmetalle, Industriemetalle oder auch Agrarprodukte. Rohstofffonds sind meistens sehr konjunkturabhängig. Auf Grund der boomenden Märkte in vielen asiatischen Ländern kann von einem tendenziell wachsenden Nachfragemarkt in vielen Ländern aufgegangen werden. Der Vorteil von Rohstofffonds hängt auch von der Kompetenz der Investmentmanager ab. In vielen Bereichen des Rohstoffhandels ist ein fundiertes Wissen über die Märkte überaus wichtig. Spekulative Investments von privaten Anlegern im Rohstoffmarkt können sehr riskante Anlagen darstellen, zum Beispiel können Bürgerkriege, Klimakatastrophen oder Ernteausfälle sich langfristig auf den Markt auswirken. Rohstofffonds eignen sich zum Beispiel auch in Krisenzeiten, wo man darauf spekulieren kann, dass in Zukunft boomende Märkte in Asien oder Lateinamerika wieder konjunkturell anziehen. Die betrifft vor allem Rohstoffe, die industriell benötigt werden, zum Beispiel als Edel- und Industriemetalle oder auf Basis von Rohöl.
Bei den Rohstofffonds kann man generell unterscheiden in Fonds, die mehrere Rohstoffe im Portfolio haben und spezialisierte Branchenfonds. Gemischte Rohstofffonds sind oft eine sicherer Anlage als Aktien auf bestimmte Rohstoffklassen, die häufig einer hohen Volatilität unterliegen. Rohstoffe wie Gold oder Erdöl können täglich stark schwanken. Interessant sind auch Indexfonds auf Rohstoffe, die vor allem eine hohe Transparenz bieten und als langfristige Investments gesehen werden können. Zu den ältesten Rohstoffindexen gehört zum Beispiel der CRB Index, heute Reuters/Jeffries CRB Index, der noch viel verwendet wird. Andere bekannte Rohstoffindexe sind zum Beispiel der GSCI Total Return mit 24 Rohstoffen oder der Dow Jones AIG mit 19 Rohstoffen. Die Rohstoff-Indexprodukte reflektieren die Rohstoffpreise an den internationalen Terminbörsen. Die größten Terminbörsen für Rohstoffe sind in Chicago, New York oder London. London ist zum Beispiel das Zentrum für den außerbörslichen OTC-Handel bei Gold, Silber, Platin oder Palladium, während die New Yorker Warenterminbörse die größte Börse ihrer Art in der Welt ist. Auf Grund der günstigen Fondsmanagementstrukturen sind Indexfonds auf Rohstoffe oft günstiger als andere Fonds. Man unterscheidet bei den Indexfonds in klassische Indexfonds, die den Wertpapierindex zu hundert Prozent abbilden und index-nahe Fonds, die keine 100-prozentige Übereinstimmung bei der Zusammensetzung der Klassen reflektieren.
Nicht immer müssen Rohstofffonds vollständig von den Kursgewinnen der Rohstoffe profitieren, da die meisten Rohstoffe in Dollar gehandelt werden, was für europäische Anleger ein Währungsrisiko darstellt. Wechselkursproblematiken stellen sich bei Rohstofffonds komplexer dar, als bei anderen Fonds. Generell gibt es währungsgesicherte und nicht-währungsgesicherte Fonds. Letztere Klasse spielt im Markt eine dominantere Rolle. In den letzten Jahren sind vor allem breiter diversifizierte Portfolios bei den Experten nachgefragt. Über das Internet bekommt man viele Informationen zu den Rohstoffmärkten, den Rohstofffondprodukten und den Performances.