Schufa

Die Schufa Holding AG wird von der kreditliefernden Wirtschaft getragen. Sie stellt ein organisiertes Kreditbüro dar, welches privatrechtlicher Natur ist. Ihr Sitz befindet sich in Wiesbaden. Der Zweck der Schufa besteht darin ihre Vertragspartner vor Kreditverlusten zu schützen. Die Schufa selbst sieht sich aber auch als Schutzeinrichtung vor Überschuldung der deutschen Bürger. 1927 gründeten die Brüder Walter und Kurt Meyer gemeinsam mit Robert Kaufmann in Berlin die Schutzgemeinschaft für Absatzfinanzierung. Diese war Anlass dazu, dass in der folgenden Zeit 13 zusätzliche Schufa- Gesellschaften in Deutschland entstanden. Aus den 13 nach dem 2. Weltkrieg bestehenden Regionalgesellschaften wurde im Jahre 1952 eine einheitliche Bundes-Schufa e. V.. Diese wurde erst im Jahre 2000 in die Schufa Holding AG umgewandelt. Die Schufa selbst ermittelt keinerlei Daten, vielmehr müssen ihre Vertragspartner und die Banken Informationen zu ihren Kunden liefern. Dazu ist jedoch die Einwilligung der Kunden nötig. Hinzu kommen allerdings noch Informationen aus öffentlichen Quellen. Ein Beispiel hierfür ist das Schuldnerverzeichnis der Amtsgerichte. Hierfür werden keinen Einverständniserklärungen der Betroffenen benötigt. Im Falle einer Einwilligung wird von der Schufa der Name, das Geburtsjahr, sowie die derzeitigen und früheren Adressen gespeichert. Hinzu kommen Geschäftsbeziehungen, welche als Positivmerkmal gelten und nicht vertragsgemäßes Verhalten und Vollstreckungsmaßnahmen des Gerichts, welche als Negativmerkmal gelten. Im Zuge einer positiven Erledigung von ausstehenden Forderungen kommt es nach 3 Jahren im Regelfall zu einer Löschung der Informationen. Bei den Geschäftspartnern der Schufa kommt es zu einer Untergliederung in drei Kategorien. Da sind zum einem die A-Vertragspartner. Zu ihnen zählen Leasinggesellschaften, Kreditinstitute und Kreditkartenunternehmen. Diese erhalten von der Schufa sowohl Negativ- als auch Positivmerkmale. Bei den B-Vertragspartnern handelt es sich um die sogenannten Nicht-Banken.Zu ihnen zählen alle Unternehmen, welche Leistungen oder gar Lieferungen gegen Kredit bereitstellen. Diese erhalten allerdings nur Negativmerkmale. F-Vertragspartner, dies sind Inkassounternehmen, erhalten lediglich Adressdaten. Zu den normalen Informationen bietet die Schufa ihren Vertragspartnern noch einen Score-Wert. Dieser ist ein Wert zwischen 1 und 1.000 und stellt die Wahrscheinlichkeit dar, mit welcher einem Verbraucher ein Kreditausfall zugeordnet wird. Umso niedriger dieser Wer ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit das ein Kredit nicht zurückgezahlt wird. Allerdings ist zu beachten, dass dieser Wert von seinem Zweck der Verwendung abhängig ist. So erhalten Mobilfunkanbieter einen anderen Wert als Versicherungen. Zudem gibt es zwei Arten von Score-Werten. Einmal den Basisscore, welcher in der Eigenauskunft in Prozent angegeben wird, dieser wird nicht täglich aktualisiert. Zum anderen gibt es den Branchenscore, welcher im Gegensatz zum Basisscore tagesaktuell ist.